Erlebnisse

Schwesternschaft des wandernden Joints

Hallo gemeines Volk,

wie wahrscheinlich niemand von euch weiß, ist meine Gefolgschaft sind meine Freunde nicht nur schluckfreudige Konsumenten alkoholischer Getränke, sondern gehören auch der “Schwesternschaft des wandernden Joints” an-
auf englisch: “Sisterhood of the traveling Pot” oder auf holländisch: “Antje met de Käse Silver Hjaaze in de Holzschjuh

Dieser Sekten-anmutende Name lässt auf ein wöchentliches Ritual schließen, bei dem man -wer hätte es gedacht- das grüne Zepter weiterreicht.
Da wir weder Schwestern, noch allesamt Mädchen, aber ganz schön gestört sind, ist dieser bedeutungsschwangere Ausdruck möglicherweise etwas irreführend.
“Schwesternschaft” klingt nach Pseudo-Teenies aus US-Highschoolfilmen, die entweder einen Keuschheitspakt schließen oder sich wichtigtuerisch verschwören, um Tohuwabohu zu stiften.
Also passend. Jedenfalls der zweite Teil.

Über unser Alter darf jetzt gerne gerätselt werden, doch so viel sei verraten: wir sind immer noch so peinlich, dass wir uns “Schwesternschaft des wandernden Joints” nennen.

Unsere Knalltüte und “Schwester” Citronella beißt gern ins auf’s Gras und daher wird unsere Schwesternschaft donnerstags zusammenberufen, um unter einem Vorwand (“Lasst uns ‘TV’ schauen!“) die Kräuterkeule zu schwingen.
Wieso wir das noch so geheimnisvoll zelebrieren, ist selbst mir schleierhaft. Vielleicht zeichnet das ja eine Schwesternschaft – mit Jungen- aus.

Bruderschaft wurde einstimmig abgelehnt, weil das nach Illuminati klingt.
Einfach nein. #simplyno

Nachdem dann Günther Gras besucht wurde, fühlen wir uns deep, erleuchtet und schräg swaggy.
Die eine Schwester erkennt, dass es ihr Spaß macht, sich selbst zu mobben (“Hähähä ich bin so fett, wenn ich auf diesem Boden stehe, müsste er zu Treibsand werden”)-
die andere Schwester sieht in den Nachthimmel und sucht alle Sternbilder zusammen- (den kleinen Wagen hat sie angeblich bereits entdeckt)
und ich versuche die anderen zu überreden, statt “cool” lieber “Kohl” zu sagen. Weil’s einfach kohl ist (Nä ich bin nicht vegan, ich steh fett auf Fleisch)

Die Schwester mit den masochistischen Zügen, welche sich nach ein paar tiefen Zügen abzeichnen, wird grundsätzlich müde. Man kann danach den Wecker stellen und falls unsere Schwesternschaft mal versammelt ist und etwas Wichtiges ansteht, bekommt sie
kein Gras.
Außer wir haben Schokolade- und wir haben immer Schokolade/Kekse/Schokoriegel/Chips/Salatköpfe/Kohl/Yum-Yum-Suppe- dann bleibt sie wach, um sich zusammen mit uns an üppig Speis und Trank zu ergötzen.
Bis uns dann, vollgestopft und high, das Sandmännchen besucht.

Ich kam auf die Idee, mich auf 400 Euro-Basis als Sandmännchen zu bewerben. Falls jemand meine Dienste in Anspruch nehmen will- ich bin nur einen Augenpopel von euch entfernt.

In diesem #Swag, gründet eure eigene Schwesternschaft (aber keine Schwesternschaft der wandernden Schlüpfer, das ist eklig)

– Schlüpfer äh- Shackles,
immer auf der Suche nach dem neusten Abfuck.

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Erlebnisse

#1 Horrortrip in Enschede

Hallo gemeines Volk,

Gegen 19 Uhr beschlossen wir kurzfristig, mit unseren Tickets über die Grenze zu fahren und etwas Spaß in der Stadt der Käseköpfe und Coffeeshops zu haben.
Der letzte Zug wäre irgendwann um 21 Uhr zurückgefahren, also stellten wir einen nicht sehr ausgeklügelten Plan auf:
Erst durch Coffeeshops ziehen und dann einen Club suchen, in dem wir die Nacht durchmachen und Spaß haben können.

Clever wie wir nun mal sind, haben wir uns weder informiert, wie lange Coffeeshops geöffnet haben (unser Zug käme um 23:30h an), noch wo wir Clubs finden können.
Egal, kann ja nicht so schwer sein.

Im Gepäck hatten wir reichlich gute Laune, eine Flasche Pussysekt, eine Partypackung Schnaps in Shots, einen Einwegrasierer und nichts zu essen (fatal).

Der Zug war überraschenderweise überfüllt, wer hätte damit gerechnet.
Natürlich kippte dann noch die Sektflasche um, der Gang wurde rutschig und machte es so für unsere Mitfahrer fast unmöglich, sich nicht langzulegen und sich sämtliche Gräten zu brechen.

Viel schlimmer war allerdings, dass die Sektflasche nun leer war und die Fahrgäste anfingen, über uns zu lästern und uns schief anzugucken, als hätten wir Böses im Sinn (hatten wir erst, nachdem eine alte Spinatwachtel uns ausgelacht hat. Bitch)

Der Schnaps half auch nicht, uns aufzuheitern, weshalb wir nüchtern in Enschede ankamen und uns auf die Suche nach den Coffeeshops begaben.

Die bessere Hälfte von uns beiden war noch nie in dieser Stadt, krallte sich aber das Zepter der Führung und meinte zu erahnen, wo welche sind.

Wir liefen eine halbe Stunde durch die Pampa, um erst in einen Busch zu pinkeln und dann Passanten um Rat zu fragen.
Offenbar sind wir an etlichen Shops vorbeigelaufen.

Alles schön und gut, als wir dann zurückliefen, mussten wir feststellen, dass die Coffeshops schon dicht hatten (es war nach 0 Uhr)

Holla. Doch wir ließen uns nicht entmutigen, wir könnten schließlich auch KOMPLETT nüchtern Spaß haben.
Konnten wir nicht, deshalb chillten wir uns in eine Kneipe. Dort wurden wir aber nicht bedient, wahrscheinlich weil wir keine Holzschuhe trugen und nicht nach Käse gerochen haben.

Also haben wir uns wieder vom Acker gemacht.
Auf geht’s tanzen.

Der erste Club (“Club”), den wir entdeckt haben, war eine kleine Zelle vollgestopft mit 40-jährigem Unkraut, das zu Ballermannhits tanzte und den Anschein erweckte, Leute in unserem Alter sollten dort besser nicht aufkreuzen.

Eine Stunde und mindestens 6 gelaufene Kilometer später, machten wir eine äußerst tragische Feststellung:
In Enschede geht man besser nicht feiern, denn dort gibt es keine Clubs.

Wir haben die komplette Innenstadt abgeklappert und sämtliche, außenliegende Gebiete. Während in der Innenstadt noch Leute unterwegs in den 5 Kneipen waren (es war Freitagabend), war die restliche Stadt wie ausgestorben. Trostlos, langweilig und so langsam wurde es kalt.

Die Uhr zeigte kurz nach 2 an, unsere Füße taten bereits weh und wir waren definitiv nicht passend für eine ganze Nacht an der kühlen Luft angezogen.
Des Weiteren bekamen wir Hunger, wurden langsam müde, eine kleine Flasche Leitungswasser am Bahnhof kostete 2 Euro und wir wussten nicht, was wir noch bis zu unserer Abfahrt mit dem ersten Zug um 7:20 Uhr machen sollten.

Neuer Plan: wir suchen uns eine Wiese und legen uns hin (es war Sommer) – ist entspannter, als die ganze Zeit rumzulaufen oder am Bahnhof zu sitzen, der übrigens die ganze Nacht abgeschlossen war.

In Enschede gibt es aber keine Wiesen.

Wir liefen durch zahlreiche Wohnviertel, durch ein Industriegebiet, scharwenzelten Hauptstraßen entlang, die einfach kein Ende nehmen wollten.

Irgendwann fanden wir einen Park.

Die bessere Hälfte von uns war sich unsicher, da der Park umgeben von Einfamilienhäusern und befahrenen Straßen war, die schlechtere Hälfte war einfach nur müde und wollte schlafen.

Nach einer halben Stunde auf der Wiese, in der schattigsten und verstecktesten Ecke, wurde es verdammt nochmal arschkalt.
Außerdem wurden wir paranoid, weil ständig Leute durch den Park liefen.
Das war auf jeden Fall ein Tiefpunkt, wie ein Penner im Park zu liegen. Mach’s gut,  Würde.

Ich habe auf einer neuen Jacke gelegen, die ich danach wieder zurückgeschickt hab. Gefiel mir nicht mehr.

Die restliche Story lässt sich kurz zusammenfassen: wir sind noch 3 Stunden durch’s Nirwana gelaufen, saßen dann eine Stunde am Bahnhof und sind wieder zurück nach Münster gefahren.

Der Trip nach Enschede war anstrengend, langweilig, kalt, hat uns sauer und missmutig gemacht.
Es war ein einziger Reinfall.

“ICH FAHRE NIE NIE NIE WIEDER IN DIESE SCHEIßSTADT!”

Einen Monat später waren wir aber tagsüber in Enschede und es war ganz korall.

In diesem Swag,  informiert euch vorher grunsätzlich, wenn ihr über Nacht wegfahrt. 7 Stunden Wartezeit ist der reinste Horror.

Shackles und Ginger, immer auf der Suche nach dem neusten Abfuck

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